3 Themen - Mensch - Umwelt - Technik

NKI - Akzeptanz


Sozialwissenschaftliche Begleitung der nationalen Klimaschutzinitiative – Aktive Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen (NKI-Akzeptanz) - Förderkennzeichen: 03KSW003

Laufzeit des Projektes:

01.08.2009 bis 31.03.2012

Projektkoordination:

Forschungsgruppe Umweltpsychologie (FG-UPSY)

Projektbeschreibung:


Das zentrale Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Akzeptanz  für Klimaschutzmaßnahmen und die Transformation von Kommunen hin zu nachhaltigen Energie-Gemeinschaften zu untersuchen. Mittels sozialwissenschaftlicher Methoden werden Kommunen unterstützt, ihre Klimaschutzaktivitäten noch weiter auszubauen und die Förderangebote der Bundesregierung effektiv zu nutzen.

Wichtiger Teil des Forschungsvorhabens ist die Analyse der bisherigen Umsetzung der Kommunalrichtlinie im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative unter umwelt- und sozialwissenschaftlichen Aspekten. Es werden Empfehlungen für Kommunen ausgearbeitet, um diese noch effektiver bei der Umsetzung der Kommunalrichtlinie zu unterstützen, und um die Ausgestaltung von künftigen kommunalen Projekten und Förderprogrammen der Nationalen Klimaschutzinitiative zu optimieren.

Das Projekt untersucht weiterhin, wie sich im Rahmen von langfristigen und komplexen sozio-technischen Transformationsprozessen die Wahrnehmungen und Bewertungen von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen verändern, und wie aus sozialwissenschaftlicher Sicht die Umsetzung innovativer sozio-technischer Maßnahmen gefördert werden kann. Als theoretische Grundlage verwendet die Forschungsgruppe Umweltpsychologie ein umweltpsychologisches Rahmenmodell das einen systemischen multi-level Ansatz verfolgt. Dabei legt es konkrete Interventionsmaßnahmen nahe und kann sehr anwendungsnah eingesetzt werden. 

Der Anwendung von Methoden vor Ort liegt das Paradigma der Aktionsforschung zugrunde, nach dem gemeinsam mit den lokalen Akteuren praktische Aufgaben zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung angegangen, die Realisierung derselben wissenschaftlich begleitet und die Untersuchungsergebnisse mit den Betroffenen geteilt werden. Mit Hilfe von partizipativen Methoden soll erreicht werden, dass sozio-technische Klimaschutzziele, wie der Ausbau von erneuerbaren Energien oder die Förderung von Energieeffizienz, nachhaltig etabliert werden. Die Bevölkerung und die lokalen Akteure sollen dabei befähigt werden, sich mit den Zielen zu identifizieren und diese aktiv zu verfolgen.

Zu diesem Zwecke tritt die Forschungsgruppe Umweltpsychologie in engen Austausch mit zwei Fallkommunen. Es werden eigens an diese Gemeinden angepasste Aktionen gemeinsam mit Akteuren und der lokalen Bevölkerung entwickelt (z.B. Interview- und Fragebogenstudien, Workshops, Informationsveranstaltungen, kommunale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit). In diesem Rahmen wird erforscht, welche Faktoren die Akzeptanz für eine kollektive Identitätsbildung als Klimaschutzkommune erhöhen, und wie eine langfristig nachhaltige Energienutzung (bis hin zum Leitbild der CO2-Neutralität) erreicht werden kann.  

Das Projekt stellt sich auch vor die Aufgabe, einen sozialwissenschaftlichen Knotenpunkt zu bilden, indem es Forscherinnen und Forscher aus Begleitprojekten zur Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung vernetzt. Dabei wird gewährleistet, dass sich die sozialwissenschaftliche Forschungsgemeinde zu Fragen der Akzeptanz und Umsetzung der Klimaschutzinitiative austauscht und Empfehlungen für ihre Weiterentwicklung entwickelt.

Aktuelles:

Fachtagung  „Klimaschutz & Energienachhaltigkeit: Die Energiewende als sozialwissenschaftliche Herausforderung.“

Wann: 19./ 20.03.2012

Wo: Saarbrücker Schloss, Saarbrücken, Saarland

 

 

Projektpartner:

 

Null-Emissionsgemeinde Nalbach im Saarland

http://www.nalbach.de/null-emissions-gemeinde.html

Gemeinde Kleinmachnow in Brandenburg

http://www.kleinmachnow.de/magazin/artikel.php?artikel=445&type=&menuid=56&topmenu=180

 

 

Gefördert von:

Gefördert von

Ansprechpartner/in:

Dipl.-Psych. Hannah Müggenburg hannah.mueggenburg@fg-upsy.com