3 Themen - Mensch - Umwelt - Technik

Aktivität und Teilhabe


Akzeptanz Erneuerbarer Energien durch Beteiligung steigern

Laufzeit des Projektes:

01.07.2008 bis 30.06.2010

Projektkoordination:

Forschungsgruppe Umweltpsychologie (FG-UPSY)

Projektbeschreibung:


Ziel des Forschungsprojekts war die Untersuchung von Beteiligungsmöglichkeiten bei Einführungsprozessen Erneuerbarer Energien (EE) und die Erarbeitung diesbezüglicher Handlungsempfehlungen zur Akzeptanzförderung von EE. Unter Beteiligung wurde gleichermaßen die partizipative Beteiligung unterschiedlicher Akteure an der Gestaltung des Technologieeinführungsprozesses verstanden, wie auch konkret die finanzielle Beteiligung regionaler Akteure an EE-Anlagen auf lokaler Ebene. Die bisherigen Forschungsergebnisse verschiedener vom BMU geförderter Projekte betonen die Relevanz von Beteiligungsmöglichkeiten für die Akzeptanz von EE.

Im Forschungsvorhaben wurden vorhandene Beteiligungsansätze zielgruppenspezifisch auf der lokalen (anlagenbezogenen) und der regionalen Handlungsebene und die Zusammenhänge zwischen Beteiligungsmöglichkeiten und der Akzeptanz von EE analysiert. Anhand der Kombination von standardisierten Befragungen, qualitativen Interviews, Fokusgruppen und Workshops wurden die akzeptanzfördernden Wirkungen der verschiedenen Beteiligungsansätze und -strategien dargestellt und auf ihre Wirksamkeit hin getestet.

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse wurden Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Beteiligungsebenen und -formen sowie die unterschiedlichen Akteure abgeleitet. Außerdem wurden Ansätze für Umsetzungsstrategien entwickelt, welche das aktive Engagement für EE-Anlagen durch lokale Akteure fördern und regionale Koordinierungs- und Abstimmungsprozesse erleichtern. Forschungsziele des Projektes waren:

  • die Gestaltung von Beteiligungsprozessen auf verschiedenen Ebenen zu untersuchen
  • Beteiligungsansätze in Form von Möglichkeiten und Ansatzpunkten für eine Beteiligung unterschiedlicher Akteure und Akteursgruppen auf der lokalen (anlagenbezogenen) und der regionalen Handlungsebene zu identifizieren und zu systematisieren
  • Wechselwirkungen zwischen der Beteiligungsförderung und der Akzeptanz und Aktivität auf unterschiedlichen Ebenen zu untersuchen und zu beschreiben
  • die Wirksamkeit und Wirkungen der verschiedenen Beteiligungsansätze und -strategien im Hinblick auf die aktive (d.h. unterstützende) Akzeptanz Erneuerbarer Energien zu untersuchen
  • Handlungswissen für die Praxis zu generieren und darauf aufbauend konkrete und differenzierte Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Beteiligungsebenen abzuleiten 

 

Forschungspartner in dem Projekt waren die Forschungsgruppe Umweltpsychologie (FG-UPSY) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und das Zentrum Technik und Gesellschaft an der TU Berlin. 

Die FG-UPSY erhob schwerpunktmäßig die Akzeptanzwirkungen von Beteiligungsansätzen und -maßnahmen auf lokaler Ebene anhand einer Methodenkombination aus quantitativen und qualitativen Befragungen. Die quantitativen Befragungen erfolgten mittels eines für den Bereich der EE entwickelten standardisierten Messinstruments. Dabei wurden unter anderem Aspekte der Beteiligungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Gründe für Beteiligung und ihre Bewertung sowie ihre Wirkung auf die Akzeptanz erfasst. Dabei waren zwei Zielgruppen von Interesse – zum einen die potenziell Beteiligten (also die Bevölkerung), zum anderen die Beteiligenden (d.h. diejenigen, die Beteiligungsangebote schaffen).

Das IZT untersuchte Strategien zur Akzeptanzsteigerung anhand finanzieller Beteiligungen von regional ansässigen Akteuren an EE-Anlagen. Auf Basis der Prüfung von Praxistauglichkeit und Zukunftsfähigkeit unterschiedlicher Konzepte und Ansätze wurden in einer Region für ein besonders erfolgversprechendes finanzielles Beteiligungskonzept Umsetzungsschritte erarbeitet.

Das ZTG konzentrierte sich auf die Frage nach mobilisierenden Beteiligungsstrategien an regionalen Leitbild-, Kooperations- und Abstimmungsprozessen und entwickelte Empfehlungen für die Beteiligung von zivilgesellschaftlichen und kommunalen Akteuren.

Das Projektkonsortium konzentrierte sich im Rahmen des Projektes auf zwei Regionen: Den Harz und den Zukunftskreis Steinfurt. Darüber hinaus wurden in anderen Regionen einzelne Projektpartner aktiv.

 

Am 8. Juni 2010 fand in Berlin die Abschlussveranstaltung des Projektes statt.

 

Projektergebnisse

Den Abschlussbericht des Projektes sowie den Foliensatz zu finanziellen Beteiligungskonzepten finden sie auf der Seite der Projektergebnisse.

 

 

Projektpartner:

  

Gefördert von:

Gefördert von

Ansprechpartner/in:

Dipl.-Psych. Irina Rau & Dipl--Psych. Jan Hildebrand, Tel.: +49 (0) 391 811 0153, Fax: +49 (0) 67 391 11963, Email: irina.rau@fg-upsy.com, jan.hildebrand@fg-upsy.com