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Abschlussveranstaltung

Erneuerbare Energien – Akzeptanz durch Beteiligung? 

Am 8. Juni 2010 fand die Abschlussveranstaltung des Projekts „Aktivität und Teilhabe – Akzeptanz Erneuerbarer Energien durch Beteiligung steigern“ in der Katholische Akademie in Berlin statt.

Für die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung stellt die Steigerung des Anteils Erneuerbarer Energien (EE) an der Gesamtenergieproduktion einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Dies ist langfristig nur mit der Unterstützung – der aktiven Akzeptanz – breiter Bevölkerungs- und Akteursschichten möglich.

Die Gestaltung lokaler und regionaler Beteiligung, sowohl in Form von Mitsprache an Planungs- und Entscheidungsprozessen als auch in Form von finanzieller Teilhabe an lokalen EE-Anlagen, spielt in Hinblick auf die Akzeptanz von Erneuerbaren Energien vor Ort eine zentrale Rolle. In der Praxis sind vielerorts noch wenige dementsprechende Aktivitäten und Strategien erkennbar. Wichtige Fragen in diesem Zusammenhang sind:

Welche Beteiligungsansätze existieren bereits und welche Konzepte sind besonders Erfolg versprechend? Wie können Beteiligung und Teilhabe auf lokaler und regionaler Ebene im Kontext Erneuerbarer Energien gezielt unterstützt und gefördert werden? Wo liegen Grenzen von Partizipation?

Diesen Fragen gingen die Forschungsgruppe Umweltpsychologie der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg, das Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin und das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung im Rahmen des Projekts „Aktivität und Teilhabe – Akzeptanz Erneuerbarer Energien durch Beteiligung steigern“ nach (Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) FKZ 0325052; Laufzeit vom 01.07.2008 bis 30.06.2010).

Das Forschungsteam untersuchte Beteiligungsprozesse auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen in einem interdisziplinären Ansatz. Dabei wurde der Schwerpunkt vor allem auf planerische, finanzielle und psychologische Aspekte der Beteiligung bei Planungsprozessen von Windkraft-, Biomasse- und Photovoltaikfreiflächenanlagen gelegt und in verschiedenen Regionen exemplarisch analysiert.

Auf der Abschlussveranstaltung wurden die Ergebnisse präsentiert und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen mit VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Darüber hinaus schufen Impulsvorträge geladener ReferentInnen sowie Arbeitsgruppen am Nachmittag Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion zukünftiger Partizipationskonzepte.

 

Präsentationen der Vorträge und Arbeitsgruppen

Andrea Meyer, BMU: Auf dem Weg ins regenerative Zeitalter.

Jan Zoellner, FG-UPSY: Aktivität und Teilhabe. Akzeptanz Erneuerbarer Energien durch Partizipation steigern.

Dorothee Keppler, ZTG: Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen im Rahmen regionaler EE-Prozesse.

Katrin Nolting, Johannes Rupp, IZT: Erneuerbare Energien durch finanzielle Teilhabe fördern - Ansätze, Akteure, Aufgaben.

Irina Rau, FG-UPSY: Partizipationsprozesse und Akzeptanz Erneuerbarer Energien auf kommunaler Ebene.

Birgit Rademacher, Agenda 21 Zukunftskreis Steinfurt: Zukunftskreis Steinfurt - energieautark 2050.

Martina Raschke, Energiewende Oberland: Gemeinsam Zukunft stiften - das Oberland und die Vision der Energie-Autarkie bis 2035.

Arbeitsgruppe 1, Dorothee Keppler, ZTG: Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen regionaler EE-Prozesse - Möglichkeiten, Chancen und Umgang mit Schwierigkeiten.

Arbeitsgruppe 2, Katrin Nolting, Johannes Rupp, IZT: Finanzierung von EE-Anlagen auf lokaler Ebene - Beteiligungskonzepte praxistauglich gestalten.

Arbeitsgruppe 3, Irina Rau, Jan Zoellner, FG-UPSY: Gestaltung und Angemessenheit von Beteiligungsprozessen auf kommunaler Ebene - eine Multiakteursperspektive.